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Die frühen Jahre 1984 - 1991

Das erste Jahr

Der neue Vorsitzende stiftete das Startkapital für den Verein und besorgte als erste Trainingsstätte einen kleinen Saal im Verbindungshaus der mit ihm befreundeten Aachener Studenten-Korporation Ripuaria in der Junkerstraße 68. Der Raum war mit Kunststoffboden belegt und musste mit einem Ölofen beheizt werden. Trotzdem fühlten die Tänzer sich dort sehr wohl, denn die unmittelbare Verbindung zum Pfaffenturm, einem Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, verlieh allem ein besonderes Flair. In den Gewölben des alten Turms befanden sich kleine Gemeinschaftszimmer für die Vorstandssitzungen, aber auch für gesellige Stunden und Feiern bei besonders guten Turnierergebnissen.

Am 2. September 1984 lud der Verein Presse und Stadtvertreter zu einem öffentlichen Empfang in die neuen Clubräume ein. Die an diesem Tag gezeigten tänzerischen Spitzenleistungen der eigenen Turnierpaare wurden in der Presse überschwänglich gelobt. Zudem wurden auf Anhieb 13 neue Mitglieder gewonnen.

In kürzester Zeit steigerte sich die Mitgliederzahl auf über einhundert. Damit war der Verein zunächst seine gröbsten finanziellen Sorgen los. Die Turniertänzer unterrichteten mit großer Begeisterung und anfangs ehrenamtlich die Neumitglieder, denn für einen hochqualifizierten Clubtrainer reichte das Geld noch nicht aus. Unsere Turnierpaare wurden wiederum vom Vorstand des TC Schwarz-Rot Düren großartig unterstützt, denn dieser gestattete ihnen die kostenlose Teilnahme an seinem Turniertraining.

Schon am Ende des Gründungsjahres war die Mitgliederzahl und damit das Beitragsaufkommen so gestiegen, dass Herbert Schmitz als Clubtrainer verpflichtet werden konnte. Kleine Honorare für die Übungsleiter waren ebenfalls möglich. Zusätzlich wurde der Bundestrainer Wolfgang Opitz von den Standard-Turnierpaaren einmal im Monat nach Aachen eingeladen und privat bezahlt. Über die großen Erfolge der Aquisgrana-Paare bei Standard- und Lateinturnieren hatte die Aachener Presse schon bald regelmäßig zu berichten.

Die Gründung des Vereins stand anfänglich unter dem Aspekt, besonders Standard- und lateinamerikanisches Tanzen zu pflegen. Nach einigen Monaten wurden aber, vor allem von den jungen Interessenten, neue Wünsche hinsichtlich des Tanzangebots laut. Der Vorstand ging darauf ein und beschloss, eine Jazzdance-Gruppe einzurichten. Frau Leonore Gschaider, die bis heute eine der renommiertesten Fachfrauen auf diesem Gebiet ist, widmete sich dieser Aufgabe sofort mit großem Enthusiasmus und Erfolg.

 

Erste Vergrößerung und Umzug

Alle Gründungsmitglieder begaben sich intensiv auf die Suche nach neuen Mitgliedern. Freunde, Nachbarn, Kollegen und Mitschüler wurden zunächst zum Vorbeikommen überredet, entwickelten sich aber schnell zu begeisterten Tänzern. Der Verein wuchs und wuchs, so dass sich der Vorstand bereits Ende 1984 auf die Suche nach größeren Trainingssälen machte. Es ergaben sich mehrere räumliche Möglichkeiten, die über ganz Aachen verteilt lagen.

Aufgrund persönlicher Vorstandsbeziehungen fiel die Wahl letztendlich auf den Eisenbahner-Sportverein am Soerser Weg. Nachdem die erste Etage des Vereinsheims mit tanzsportgerechtem Parkett ausgestattet worden war, zog Grün-Weiß Aquisgrana im April 1986 um. Das neue Domizil besaß eine gemütliche Schrägdach-Atmosphäre mit viel Holz an Decke und Wänden. Eine Gastronomie war im Untergeschoss vorhanden. Was wollte man mehr! Die Tänzer fühlten sich auch hier äußerst wohl.

 

Internationale Kontakte

Nach zwei Jahren war die Vereinssituation soweit stabilisiert, dass die Mitglieder mit großem Interesse begannen, über den Tellerrand zu schauen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen und dem Internationalen Spielcasino wurde das Aachener Frühlingsturnier mit Sonderklasse-Tänzern aus England, Belgien, den Niederlanden und Deutschland etabliert. Es fand im Rahmen eines großen Galaballs im Eurogress statt. Der Oberbürgermeister stiftete den Grenzlandpokal und das Spielcasino spendierte Sachpreise von ansehnlichem Wert. Die neu geknüpften internationalen Kontakte führten zu regelmäßigen Besuchen und Gegenbesuchen von Tänzern der genannten Länder und blieben den beteiligten Sportlern bis heute in bester Erinnerung.

Die Clubräume am Soerser Weg wurden zwar von allen sehr geschätzt, hatten jedoch einen Nachteil: Mit nur einer einzigen Trainingsfläche war das Wachstum stark eingeschränkt. Zwar gab es Ausweichflächen in verschiedenen Aachener Schulen. Aber ein gemütliches, durchgängiges Clubleben konnte sich in einer Schulaula oder Sporthalle nicht entwickeln. Zum einen musste man ohne Gastronomie auskommen, zum anderen waren die Räume in den Ferien immer geschlossen. In dieser Zeit pendelte sich die Mitgliederzahl bei etwa 400 Personen ein. Mehr war auch beim besten Willen nicht möglich.